Dienstag, 11. September 2012

Müdigkeit, Endorphine und ein Schulbus

ICH BIN DA!!!!!

Ich bin tatsächlich angekommen. Alles hat so perfekt geklappt es ist der Wahnsinn. Allgemein hat in dem dreiviertel Jahr Vorberitung so ziemlich alles perfekt geklappt. Angefangen damit, dass ich mein Wunschprojekt bekam, über den Verkauf der alten Viola und den Job bei Telefunken bis jetzt zum Flug.

Gestern Abend habe ich die ganze Nacht durchgemacht. Es war die Abschlussparty des Seminars und alle (außer mir und noch einer Hand voll Leute) haben getrunken wie ein Loch. Es war gegen zwei Uhr morgens ganz nett die Besoffenen beim ins Bett torkeln zu beobachten. Um fünf Uhr morgens dann bekamen wir unsere Pässe und Flugunterlagen und wurde mit dem Bus nach Tegel gefahren. Da gings los. Warten udn einchecken. Mein Puls lag bei 300. Ich war furchtbar aufgeregt, ob mein Augenstern mit in den Flieger kann. Es war gar kein Problem, die Beamten am Schalter haben gar keine Notiz von ihr genommen. Das war einer der schönsten Erlebnisse in meinem Leben. Von einem Glücksgefühl beflügelt bin ich in den ersten Flieger nach Düsseldorf ein gestiegen und habe tief und fest geschlafen. In Düsseldorf war dann Umsteigen angesagt. Ebenfalls ganz unproblematisch und nach einer gefühlten ewigen Wartezeit saßen wir im Flieger nach Newark. Dieser Flug war super luxuriös. Wir haben Decken und Kissen bekommen. Haben gratis Trinken gekriegt und es gab genug Bordfilme um drei Mal um den Globus zu fliegen. Dazu gab es Bordessen. Gulasch. Leider, leider habe ich das etwas eiegnwillige Gulasch nicht so besonders Vertragen und mir wurde sehr übel. Die Turbulenzen haben ihren Teil dazu beigetragen. Gegen 14.40 Ortszeit landeten wir dann.

Aussteigen und dich der Bürokratie stellen war dann das nächste. Alles hat superst geklappt. Alle haben ein Ein-Jahres-Visum bekommen und weil ich das Gastgeschenk im Formular nicht angegeben hatte mussten auch meien Koffer nicht durchleuchtet werden. Draußen erwartete uns Mark (mein Supervisor und der Landesbeauftragte von ASF für die USA) uns schon, mit einer großartigen Nachricht. Anstatt mit dem Bus rum zugurken wurden wir von einem amerikanischen Schulbus vom Flughafen nach Philly gebracht. Ein tolles Erlebniss. Mit dem Shculbus über eine 8-spurige Autobahn zu fliegen. Das Hostel selber ist einerseits mega toll andererseits furchtbar. Wir sind zu neunt auf dem Zimmer und haben ein äußerst kaltes Bad. Gleichzeitig sind die Gesellschaftsräume unglaublich shcön und äußerst luxuriös (für Jugendherbergen Verhältnisse). Ich werd die Tage mal ein paar Bilder hochladen.

Ich entschwinde jetzt mal duschen und so. Viele liebe Grüße AUS DEN USA!!!!

Zeno

Montag, 10. September 2012

International Airport

So in acht stunden ist es so weit. Dann bin ich endlich auf dem Weg in die Staaten. Wir hatten jetzt gerade eine kleine Abschluss Veranstaltung und jetzt gerade steigt eine rießige Party in der Kapelle. Ich bin zwar nicht direkt in Feierleuna aber ich denke ich werde mich zu den anderen gesellen und vieleicht ein bisschen quatschen oder etwas in der Richtung. 

Ich gehe mal stark davon aus, dass ich in dem Youth Hostel, in dem das Länderseminar stattfindet W-lan habe aber ich weiß es nicht genau. Sobald ich Zeit habe berichte ich mal , was in den Staaten so abgeht.

Viele liebe Grüße und wünscht mir Glück morgen beim Fliegen,

Zeno

Sonntag, 9. September 2012

Glauben



 Heute am vorletzten Seminartag sind alle Freiwillige, in Gruppen von Vieren, in Entsendungsgottesdienste in Berlin geschickt worden. Ich bin kein gläubiger Mensch und deswegen stand ich dem etwas skeptisch gegenüber. Aber eigentlich war es wirklich schön. Der Pfarrer war sehr freundlich und locker. Es wurde viel gesungen, es gab einen Bläserchor und der Organist war phantastisch. Die Kirche war wunderschön. Ein moderner schmuckloser aber durch seine Gradlinigkeit und Größe wirklich schöner Bau. Die Gemeinde war im Schnitt über 65 und bestand aus maximal 30 Leuten.
Gestern Abend hat Eva (eine sehr nette Freiwillige, die nach Frankreich gehen wird) etwas gesagt, dass mich sehr berührt hat. „Wer nicht glaubt, glaubt an die Musik“. Ein Zitat mit dem ich mich sehr gut identifizieren kann. Zu Beginn der Kursstufe haben wir Gregorianik durchgenommen und in unserer ersten Stunde zu diesem Thema sind wir in die Kirche in Weinsberg gegangen. Dort hat unsere Lehrerin zu uns gesagt „Stellt euch vor, ihr lebt vor siebenhundert Jahren. Es gibt weder Instrumente noch Notation. Ihr geht jeden Sonntag in die Kirche und dort singen euch die Mönche etwas vor. Mehrstimmig“. Daraufhin hat sie uns Musik vorgespielt (irgendeinen gregorianischen Gesang). Es war einfach unfassbar schön. Es hatte etwas unglaublich schönes und zartes an sich. Die Musik war wahrhaft göttlich. Wie gesagt ich glaube nicht an Gott aber in diesem Moment habe ich etwas wahrhaft Göttliches erlebt. Das war das erste Mal, dass es mir so ging. Seit dem habe ich öfters solche Momente. Das letzte Mal im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie. Dieses Zitat fasst dieses Gefühl, so finde ich, wirklich gut zusammen.
Abgesehen von diesen Erlebnissen habe ich heute auch noch eine Stadtführung in Neu Köln gehabt, mit einer Stadtteil Mutter. Das sind Frauen mit Migrationshintergrund die sich in ihrem Stadtteil als Beraterinnen für Familien engagieren. Sie helfen Familien mit Migrationshintergrund, die häufig kein Deutsch sprechen. Es war wirklich interessant, da sie Neu Köln gezeigt hat wie sie es erlebt hat und auch nette Geschichten zu erzählen wusste über ihren Kiez.
Jetzt werde ich vermutlich die anderen Freiwilligen aufsuchen und noch ein bisschen quatschen.
Schöne Nacht euch allen und träumt was Schönes,

Zeno

Samstag, 8. September 2012

Improvisieren und andere Enttäuschungen



Die letzten beiden Tage waren eigentlich schön aber leider mit zwei großen Enttäuschungen verbunden.
Gestern hatten wir den Vormittag frei. Ich habe dreierlei Dinge erledigt. Erstens ausgeschlafen. Zweitens Wäsche gewaschen. Drittens Viola im Wald geübt. Hierbei gab es eine überwältigende Überraschung. Der Tag war etwas bewölkt und es ging auch ein nicht allzu schwacher Wind. Als ich mich zum Üben positioniert hatte, blies der Wind ganz zart in die F-Löcher hinein und durch die Viola, dabei brachte er das Instrument zum schwingen. Mein wunderbares Instrument gab ganz zarte, leichte Töne von sich. Es war als hätte meine Viola den unbändigen Wunsch zu klingen und erfüllte sich diesen, von ganz allein. Ein wunderbares, magisches Erlebnis.
Den Nachmittag über wurden wir über die Geschichte von ASF informiert und hatten noch einmal eine Persönliche Arbeitsgruppen- Sitzung zu dem Begriff Sühne. Am Abend kamen dann zwei Herrschaften von der Stiftung Berlin-Brandenburg und haben mit uns über das Thema Homosexualität geredet. Ich war ziemlich enttäuscht. Der Vortrag war ganz klar auf Mittelstufenschüler zugeschnitten. Er bestand aus Stichworten, die in einer PowerPoint Präsentation angezeigt wurden, zu Themen wie Lesbisch sein, schwul sein, Transsexualität und Intersexualität. Die Stichworte waren dazu da „Diskussionen anzuregen“. Die Moderatoren konnten teilweise keine Antworten auf Fragen geben und waren allgemein nicht besonders informiert. Ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass es um Homosexualität im dritten Reich geht, da das ja Bezug zu ASF als Organisation hätte und ich finde, dass darüber allgemein sehr wenig berichtet wird. Dazu kam, dass ich auch praktisch nichts Neues erfahren habe. Ziemlich enttäuschend.
Die zweite Enttäuschung war heute der Workshop. Vor ein, zwei Tagen haben wir uns in Workshops eingetragen, die heute stattfanden. Ich habe mich in den Musik Workshop eingetragen. Dieser lief so ab: Wir waren sieben Leute, eine Ukulele, eine Gitarre, zwei Schlagzeuger, ein Bassist und zwei Bratschen, darunter mich. Das einzige was in dieser, doch sehr eigenwilligen Besetzung möglich war, war gemeinsam zu improvisieren und hoffen, dass dabei etwas rauskommt. Die andern haben auch, den Umständen entsprechend etwas hinbekommen, nur ich nicht. Ich vermute es gab zwei Gründe. Einmal bin ich nicht besonders gut, noch geübt im improvisieren. Ich kann ein bisschen etwas vor mich hin spielen aber es klingt einfach immer furchtbar und oder langweilig. Und dann hab ich mich einfach nicht getraut, da die einzige Musik die wir machen konnten eher in Jazz, Pop Richtung ging und ich da auf komplett unbekanntem Terrain bin. Es war furchtbar, entmutigend und ein herber Rückschlag für mein Selbstbewusstsein. Es ist eigentlich blöd aber sobald etwas nicht klappt, was auch nur im Entferntesten mit dem Bratsche spielen zu tun hat bin ich sofort entmutigt und sobald ich beginne mich mit anderen zu vergleichen fühle ich mich sofort unglaublich schlecht. Ich glaube ich wäre gar nicht ein so schlechter Bratscher, wenn ich etwas selbstbewusster auftreten könnte. Aber aus irgendeinem Grund vertrage ich in dem Bezug sehr, sehr wenig. Naja vielleicht stellt sich das mit dem Alter (hoffentlich) noch ein.

Ich gehe jetzt mal noch ein bisschen zu den anderen. Viele liebe Grüße,
Zeno

Donnerstag, 6. September 2012

Vivace


Es ist erstaunlich wie viel Lebensfreude und Lebensmut einige Leute besitzen, obwohl sie doch sehr harte Schicksale hinter sich haben. Gestern der Autor des Buches „Wie der Soldat das Grammophon reparierte“. In diesem Buch geht es um einen jungen aus Bosnien und dort den Krieg erlebt. Er flieht mit seiner Familie nach Deutschland. Als junger Mann beschließt er in sein Heimatdorf zurück zukehren und zu sehen was von seiner Kindheit noch übrig ist. Das Buch hat stark autobiographische Züge und dadurch, dass der Autor es gelesen hat bekam es richtige Plastizität. Das Angenehme war, dass das Buch trotz der heftigen Thematik einen wunderbaren Charme und Witz hatte genau wie der Autor. Dieser hatte übrigens wunderschöne Hände. Ich kam etwas spät und es waren nur noch Plätze in der ersten Reihe und so hatte ich freien Blick auf diese langen eleganten Finger mit den schönen glatten Nägeln und der wunderbaren Hautfarbe, die einzige mit vergleichbaren Händen ist, finde ich, Xenia.
Heute habe ich eine Frau mit einem Vergleichbaren Schicksal kennen gelernt. Eine Zeitzeugin. Sie kam aus Berlin und ist halb Jüdin. Sie erzählte uns von der NS-Zeit und wie sie, ihre Eltern und vor allem ihr Vater, der Verfolgung entkamen. Er floh nach Shanghai und hat dort im Exil gelebt. Sie hat sich, dank der großen Anstrengungen der Mutter, verstecken können. Sie berichtete mit sehr viel Lebhaftigkeit und einer Vitalität die man angesichts ihres Schicksals nicht erwartet hätte.
Es ist erstaunlich was der Mensch alles verarbeiten kann. Sie war gewillt der Jugend von ihren Erlebnissen zu erzählen und so begreiflich zu machen was ihr zugestoßen ist. Gleichzeitig gab sie zu immer einen Koffer gepackt zu haben falls wieder mal etwas passiert. Und sie hat den Führerschein nur gemacht um schnell mit ihren Kindern fliehen zu können.
Etwas nervig war dann, dass sich unsere Führerin, im Haus der Wannseekonferenz, sehr viel mit ein paar Jungs aus meiner Gruppe über Kriegsdetails unterhalten hat. Ich finde diese ganzen Teilaspekte des Krieges nur ermüdend. Es ist mir gleich wie weit die Soldaten an einem Tag kamen, wie das Prozedere war, wenn ein Kriegsverbrecher erschossen wurde etc. etc.. Was mich aber tierisch nervt ist, dass überall die Juden als die fast alleinigen Leidenden Des Holocaust dargestellt werden. Über die Sinti und Roma und vor allem über die Homosexuellen wird praktisch nichts berichtet. Mich würde zum Beispiel mal interessieren, woran die Nazis Schwule erkannt haben. In einer Zeit in der offene Homosexualität nicht existent war, muss es doch nicht leicht gewesen sein zu finden. Aber darüber wird nie berichtet. Maximal wird in kleinen Nebensätzen gesagt, dass sie ebenfalls vernichtet wurden. Unfair.
Morgen hab ich einen kleinen Pausentag bzw. kein Vormittagsprogramm. Ich habe überlegt nochmal im Wald Bratsche zu üben. Mal wieder richtig lange und intensiv zu duschen und eine Wäsche mit dem Reisewaschmittel zu machen. Mal sehen was ich alles hinbekomme. Vielleicht mach ich noch ein paar Fotos vom Gelände. Mal sehen…

So ich gehe jetzt mal noch ein bisschen zu den anderen und demnächst schlafen.

Gute Nacht,

Zeno

Mittwoch, 5. September 2012

Morendo



Jedes Werk hat in der Musik hat seine Art zu enden. Symphonien enden mit einem gewaltigen Finale, die den Zuhörer berauscht von der Macht des Stücks zurücklassen. Solokonzerte enden häufig mit virtuosen Passagen mit denen der Solist sein können nochmals voll zur Geltung bringen kann. Romanzen enden häufig still und liebevoll. Genau wie die Musik enden die Menschen auf ihre ganz eigene Weise. Sie haben ihre Passage im Leben gespielt. Sie waren große Solisten haben sich selbst inszeniert und wurden gefeiert und geliebt von dem Orchestern an Verehrern die sie zu Glanzleistungen führten. Manche haben gewaltiges vollbracht und hinterlassen die Welt mit einem Gefühl der Atemlosigkeit. Aber viele sind einfach nur Teil des Orchesters. Sie haben die ihnen zukommende Rolle mehr oder weniger erfüllt und blicken irgendwann dem Ende entgegen. Mit solchen Menschen werde ich zu tun haben.
Wir haben heute in unserer PAG über das Sterben und Demenz gesprochen. Sehr schwierige Themen, die aber für viele hier noch eine große Rolle einnehmen werden. Es ist schon schwierig als junger Mensch der sich jetzt auf gemacht hat die Welt zu entdecken mit Menschen umzugehen die ihr, zum Teil auch extrem hartes Leben, langsam zu Ende bringen. Besonders tragisch ist natürlich wenn sie auch noch vergessen was sie alles getan und geleistet haben.
Mein Arbeitsschwerpunkt wird (zum Glück) nicht die Alten Arbeit sein sondern der Bürojob im ASF Länderbüro. Aber trotzdem hoffe ich auf eine nicht demente, ältere Person. Mit der Präsenz des Todes habe ich keinerlei Problem. Die Sterblichkeit ist ein Damokles Schwert das mehr oder minder über uns allen schwebt und daran erinnert zu werden, dass noch so viel vor mir liegt und ich noch so viel in meinem Leben tun kann und tun muss wird mir gut tun. Aber mit einer Krankheit konfrontiert zu sein, die einen Stück für Stück die Persönlichkeit und die Identität raubt, einen nach und nach zu intellektuellen Brachland macht, würde mich vor eine sehr große Herausforderung stellen. Vor allem da dies ebenfalls ein Damoklesschwert ist was über mir schwebt bzw. über meiner Familie.
Nichts destotrotz ist das Seminar auch weiterhin schön. Wie man mitbekommt werden die PAGs (Projekt-Arbeits-Gruppen) so nach und nach spannender und morgen werden wir zum Haus der Wannseekonferenz Fähren uns auch einen Zeitzeugen treffen. Sorgen bereitet mir immer noch die Lufthansa aber die Teamer meinten es gäbe Notfallpläne. Nun denn…

Viele liebe Grüße aus dem sehr idyllischen aber kalten Wald,

Zeno

Dienstag, 4. September 2012

Draußen im Walde



So jetzt habe ich mir ein Internetticket gekauft und kann mit dem Laptop einen längeren Post schreiben.
 
Das Seminargelände ist die Jugendbildungsstätte Hirschluch im tiefsten Brandenburg. Um uns herum ist Wildnis vor allem Wald. Ich selbst sitze gerade am naheliegenden Weiher und genieße den zwar etwas kühlen aber trotzdem schönen Abend. Wir sind insgesamt knapp 130 Freiwillige von denen 22 in die USA gehen.
Es ist absolut erstaunlich wie unterschiedlich die Freiwilligen, von Projektland zu Projektland sind. Allein an der Standartfrage „Wohin gehst du?“ merkt man das. Ich habe mich vorhin mit einer Freiwilligen unterhalten die nach Minsk in Russland geht. Sie freut sich unheimlich auf die Alten- und Jugendarbeit dort. Mich für meinen Teil würden keine zehn Pferde nach Minsk bringen, erst recht nicht zur Alten- und Jugendarbeit. Des Weiteren habe ich festgestellt, dass die Norwegen Freiwilligen 28° im Schatten als heiß empfinden, während die Franzosen (und ich) noch in Strickjacken und mit Socken rumrennen. Außerdem könnten wir ein kleines ASF Freiwilligen Kammerorchester gründen. Es gibt erstaunlich viele Musiker. Von Geigen, Bratschern, Cellisten über Trompeter, Tubaspielern und Pianisten. Leider scheinen die diversen Musiker auch sehr gut zu sein da einige im Bundes und Landes-Jugend-Orchester gespielt haben. Eine Cellistin hat sogar zwei Semester lang Cello studiert. Aber die Medaille hat auch zwei Seiten. Vor lauter Scham habe ich mich zum üben in den Wald verzogen und dabei entdeckt wie absolut großartig das Spielen in der freien Natur ist. Hätte ich noch einen Notenständer würde ich jede freie Sekunde im Wald verbringen.
Den Großteil der Zeit verbringe ich allerdings mit der PAG (der Projekt-Arbeits-Gruppe). Ich wurde in die Gruppe Arbeit mit älteren Menschen gesteckt. Die Seminare sind etwas eigenwillig. So begann unseres damit, dass wir unsere Assoziationen  zum Thema Alter aufschreiben mussten. Des Weiteren mussten wir uns überlegen wie wir zum Beispiel das Programm mit Senioren gestalten würden. Es ist nicht unbedingt das was ich mir vorgestellt aber okay. Um der Wahrheit aber die Ehre zu geben, ich sitze den Großteil der Zeit nur rum. Ich habe wirklich schlecht und wenig geschlafen habe (vermutlich da ich doch ziemlich aufgeregt bin, auch wenn ich davon nichts merke). Dafür gibt es ein paar Leute in meinem Seminar die das Reden für mich übernehmen. Eine davon ist die Cello Studentin. Es ist schon lustig. Viele Musikstudenten, vor allem die Streicher, sind sehr ähnlich. Auf ihre eigene Weise wahnsinnig ehrgeizig, nicht offensichtlich aber doch bemerkbar.
Nun ja jetzt geh ich dann mal schlafen (hoffentlich),
euch allen eine gute Nacht und schöne Träume,

Zeno
P.s. Bilder von Hirschluch kommen in den Ordner Impressionen aber erst wenn ich gutes Internet habe.