Samstag, 15. September 2012

NEW YORK!!!!

Heute hat mich meine Host Family (Bob und Roma Dockhorn) nach New York mitgenommen. Aber eines nach dem anderen.

Hier ein Bild von meiner Hostfamily


Heute morgen konnte ich wunderbar ausschlafen und bekam dann ein sehr leckeres Frühstück (Omlett, Squash (das Kürbis ähnliche Teil, von dem ich gestern geschrieben habe) und Früchte). Als ich dann fertig war sind wir noch schnell einkaufen gefahren und ich habe mir neue Headphones (Kopfhörer) und Adapter für meine Geräte geholt. Ganze $43 hat mich das Zeug gekostet, dafür sind die Headphones aber auch wirklich gut und ich habe sie versichert.

Als wir dann zurück waren, haben wir Sandwiches gemacht und ab ging es nach New York. 2h Stunden Zugfahrt und ein Sandwich später waren wir da. In der absoluten Mega City. New York, beziehungsweise Manhatten, ist hauptsächlich von seiner unglaublich dichten Bevölkerung geprägt. Damit alle dort leben und arbeiten können müssen gigantische Skyscraper (Wolkenkratzer) her und um in der Masse hervor zu stechen muss man sich unglaublich inszenieren. Überall gibt es so gut wie alles. Es tummeln sich die Menschen auf den Gehwegen und vor allem am Time Square. Alles ist teuer, vom Kaffee zu der Kleidung. Die Stadt hat einen unverkennbaren Zauber. Sie elktresiert durch ihre Lebhaftigkeit und Rastlosigkeit. Ich kann verstehen, dass viele New York als ihre Traumstadt verstehen aber ich persönlich mag Philly lieber. Philly ist, abgesehen von Central City, übersichtlicher. Die Menschen sind, genau wie die Stadt, sympathisch, offen und herzlich. Die Stadt ist geprägt von den Quakern und ihrer Mentalität von Freundlichkeit und Offenheit. Die Straßen sind leerer (da die Bevölkerungsdichte auch ca. ein drittel so hoch ist wie die von New York) und in vielen Teilen mit Bäumen gepflastert. Aber wir werden sehen, was ich in drei Monaten über die beiden Städte schreibe.

Heute waren habe ich das Time Square, Bryantpark, Carnegiehall, Rockefellercenter (mit der Metropolitan), das Empirestate Building und Macys gesehen. Wir waren in einem Restaurant essen. Hamburger natürlich, mit french fries (normale Pommes) und haben in einem Café Dessert zu uns genommen. Abends waren wir in noch im Theater. Es war ein richtig tolles Stück "André & Dorine". In dem Stück gab es keinerlei Dialoge und die drei Schauspieler trugen Masken. Es ging um ein altes Ehepaar. Die Frau bekam Altzheimer. Es ging um alternde Liebe, um die Krankheit und wie die Familie mit ihr umgeht. Es war sehr gut. Die Truppe war spanisch. Sie waren auf der Endstation ihrer Welttournee. Danach haben wir ein Cab (Taxi) zum Bahnhof genommen und sind dann nach Hause.

So jetzt gehe ich mal ins Bett. Morgen muss ich früh raus, weil ich zum Friendsmeeting (das Treffen der Quäker) mitgenommen werde.

Gute Nacht euch allen,

Zeno

Freitag, 14. September 2012

Countryside

Der Tag begann für mich (mal wieder) um halb sieben. Aufstehen waschen, kurz was schreiben und dann um ca halb acht haben ich und Fabiola einen Kuchen gebacken, für Julius, der heute Geburtstag hat. Leider hatten wir kein Backpulver, deswegen wurde aus unserem Marmorkuchen ein Kuchenkonzentrat.

Etwas später ging dann das Vorbereitungsprogramm weiter. Erst gab es ein Quiz zu den USA. An der stelle möchte ich mal erwähnen, dass ich Quiz doof finde. Der vordergründige Wettbewerbsgedanke und diese bescheuerten Fragen. Wie in der Schule. Wer holt sich bitte freiwillig die Abfrage des Lehrers ins Haus? Nach dem Quiz kam dann ein guter Freund von Mark (Politologe an irgendeiner University) und wir haben über "current issues" (aktuelle politische Themen) gesprochen. Das Problem an dem ganzen war, dass ich unglaublich müde war. Ich hatte nur fünf Stunden geschlafen und war geschafft von den letzten drei Monaten. So habe ich ungefähr ein drittel der Diskussion mitbekommen und ab dann nur vor mich hingedöst. Nach der Diskussion bin ich einfach im Sessel geblieben und schlief so ca. eine Stunde. Danach war ich richtig am Ende. Alle fragten ob es mir gut ginge und mein sehr mitgenommenes "Mhm" hat sie in ihrer Sorge, glaube ich, nur bestärkt. Aber gegen Nachmittag ging es dann wieder. Um diese Zeit kamen unsere Gastfamilien, um uns abzuholen. Eigentlich wurde mir gesagt ich käme zu meinem Vermieter, dem war leider nicht so. Ich bin jetzt bei einem älteren Ehepaar außerhalb von Philadelphia (ca eine dreiviertel Stunde mit dem Auto) untergebracht. Erst war ich etwas verärgert, da dieses ewige aus dem Koffer leben unglaublich nervt. Ich wechsle kaum die Klamotten, weil ich dann den Koffer ausräumen müsste. Ich habe Mühe das bekloppte Ding zu zu kriegen, geschweige denn anzuheben und die Tatsache, dass die Klamotten mit der Zeit anfangen alle etwas komisch zu riechen macht es auch nicht besser. Aber jetzt bin ich froh hier gelandet zu sein.

Die beiden haben deutsche Vorfahren und haben auch immer wieder in Deutschland gelebt. Sie sind Quaker und werden mich am Sonntag zum Quakers Meeting mitnehmen. Sie leben auf dem Land und bauen viel Obst und Gemüse an. Sie haben zwei Hühner, eine Katze und einen Kräutergarten. Sie essen sehr saisonal und immer frisch. Es ist wunderbar. So unglaublich ruhig und entspannt. Nach ungefähr drei Wochen, in denen ich mir das Zimmer mit anderen teilen musste, immer unter Strom stand und vor allem in der letzten Woche, wo es fast nur fettiges und nicht-frisches Essen gab, ist das hier ein wahrer Ruhepol. Heute haben wir gegarten Fisch, eine Art Kürbis mit Pesto, Mais und Salat gegessen. Alles frisch und vor allem der Mais absolut göttlich. Zum Nachtisch gab es eine unglaublich leckere Frucht, deren Name mir ebenfalls entfallen ist (ich bin so müde, dass ich einfach alles vergesse). Die beiden sind so ruhig und entspannt, typisch Rentner halt, und das tut gut. Ihr Haus ist, für amerikanische Verhältnisse, winzig aber sehr schnuckelig aber das Grundstück, für amerikanische Verhältnisse, normal.

An dem Punkt vielleicht mal etwas den USA an sich.
Die USA sind das Land der gewaltigen Vielfalt. Das zeigt sich schon am Essen. In Philly gab es hauptsächlich fettiges, reichhaltiges und teures Essen. Hier auf der "Countryside" gibt es viel frisches Gemüse zu sehr humanen Preisen. Es ist wirklich gut (ich muss nochmal den zuckersüßen Mais betonen) und wird in der Region angebaut.
Ein weiteres Markenzeichen der USA ist die Größe. Alles ist zwischen zwei und zehnmal so groß wie in Europa. Die Klos ca doppelt so groß, die Grundstücke locker zehnmal. Um jeden Shop hier gibt es die fünffache Fläche des Shops an Parkplätze.
Ein weiteres Markenzeichen der USA ist die Freundlichkeit. Die Amerikaner sind wahnsinnig hilfsbereit und zuvorkommend. Wenn man im Supermarket vor dem Käse steht und sich überlegt, welchen man nehmen soll, erzählt einem die Omi nebendran, welchen sie warum am liebsten mag. Es ist unglaublich einfach toll.
Was ich persönlich festgestellt habe ist, dass vieles in den USA auf den ersten Blick nicht besonders hübsch aussieht aber je länger man es betrachtet wird es schöner und schöner. Zum Beispiel das Haus meiner Hostfamily. Auf den ersten Blick erschien es klein und gestopft aber jetzt ist es gemütlich, lebendig und voller herzlicher Wärme. Es ist ein echtes zu Hause. So geht es mir mit vielen hier. Erstaunlich.

Naja. Ich muss jetzt schlafen gehen. morgen werde ich mitgenommen nach New York. Euch allen eine gute Nacht,

Zeno

Rituale und Warm ups

Tut mir Leid für das etwas verspätete Posting aber gestern Abend haben wir unseren Bustop verpasst und sind dann bis zur Endstation gefahren und von dort etwas zurück, mussten dann aber trotzdem ziemlich lange laufen. Bis ich dann Essen gekocht und wir den Bear March, ein ultralustiges "Ritual" hier, hinter uns gebracht haben war ich einfach zu müde.

Gestern war unser erster richtiger Seminartag. Er begann mit einer kleinen Vorstellung der Quaker. Die Quaker sind eine sehr interessante Glaubensgemeinschaft. Sie glauben, dass Gott in einem jeden von uns steckt und Priester oder ähnliches deswegen nicht von Nöten sind. Sie haben mehrere Grundprinzipien, alle kriegt ich jetzt spontan nicht zusammen und vor allem wie sie auf Englisch heißen aber die für mich wichtigsten sind:

Toleranz und Pazifismus. Die Quaker respektieren jeden Mensch und jede Lebensform. Sie haben sich für die Gleichberechtigung der Frauen, der Schwarzen und der Schwulen eingesetzt und inzwischen ist Umweltschutz für sie ein Teil ihres Glaubens. Das tolle dabei ist, dass das ASF Länderbüro, also mein Arbeitsplatz, im Friendscenter, einem Gebäude der Quaker steht. Dort werden zum Beispiel die Papierhandtücher kommpostiert und das Gebäude ist CO2 neutral.

Als Beginn unseres Freiwilligendienstes haben wir einen kleinen Quaker Gottesdienst abgehalten. Diese sind wirklich beeindruckend. Die Quaker sitzen in einem großen Raum mit Bänken und sonst eigentlich nichts drin, und schweigen, in unserem Fall eine viertel Stunde. Sie hören sich selbst zu und so dem Göttlichen in ihnen und wenn dieses Göttliche ihnen etwas eingibt dann stehen sie auf und teilen es der Gemeinde mit. Wir saßen also da und haben eine viertel Stunde geschwiegen. Es hatte etwas sehr meditatives und entspannendes. Ich muss sagen die Quaker sind mir von ihrem Gedankengut sehr sympathisch.

Ach so etwas ganz interessantes ist vielleicht noch, dass der Gründervater von Pennsylvenia und Philadelphia, William Penn ein Quaker war. Auf der Spitze des Rathauses (ein wunderschönes Gebäude) steht eine Statue von ihm die die Hand segnend über die Stadt hält.

Nach dem Quaker Gottesdienst haben wir mal wieder ein paar Warm ups gemacht. Wir haben uns gegenseitig interviewt und vorgestellt. Wir haben Meinungsbildner gemacht und und und. Nach diesem Jahr werde ich wohl sämtlich Warm ups kennen die es überhaupt gibt.

Später nachmittags sind wir dann etwas essen gegangen in dem reading Terminal. Ein stillgelegter Bahnhof in der Mitte Phillys, der zur Markthalle umgebaut wurde. Mega cool. Es gibt alles aber leider ist alle auch recht teuer (typisch Center halt). Ich habe Penne für $10 Dollar gegessen. Wirklich lecker aber ich muss mich in Zukunft stärker einschränken mit dem Essen, weil mir sonst das Geld ausgeht.

Nach der Break kam eine ältere Amerikan jewish Lady und hat uns von den jüdischen Feiertagen erzählt. Gerade eben ist jüdisches Neujahr und deswegen haben wir Äpfel mit Honig von ihr bekommen und sie hat uns erzählt, wie man Neujahr bei den Juden feiert.

Ja das war mein Tag gestern. Heute gehen wir in die Hostfamily. Dann habe ich hoffentlich etwas Zeit, was ausführlicheres zu schreiben.

Viele liebe Grüße und einen schönen Tag euch allen,

Zeno

Donnerstag, 13. September 2012

Philadelphia erster Aufzug



Leider ging mein Internet gestern Abend nicht mehr, deswegen poste ich das erst morgen früh. 

Heute war der erste Seminartag. Begonnen hat alles um 6.00. Genau um die Uhrzeit bin ich dummerweise aufgestanden. Um den Jetlag zu vermeiden bin ich gestern extra bis 22.00 aufgeblieben, was nicht einfach war, da ich dann so ca. 36h ohne tiefen Schlaf auskommen musste. Blöderweise habe ich mir kein Wecker gestellt und als dann die Anderen um sechs aufgewacht sind, dachte ich es sei schon acht und ich müsse aufstehen. Naja. Dafür hatte ich dann Zeit um ein paar Leuten in Facebook zu schreiben. Gegen Acht habe ich dann zusammen mit Alex das Frühstück hergerichtet. Es war ein Tisch voller Essen und alles war in Plastik eingepackt. Von den vorgeschnittenen Bagels, über die Butter bis hin zu den Äpfeln. Ich habe mir ein Erdnusbutterbagel gemacht. Dieser lag mir auch relativ lange im Magen.
 
Nach dem Frühstück haben wir dann mitgeteilt bekommen wie das Länderseminar ablaufen wird und wir haben unser Geld für diesen Monat bekommen. $102… Ich habe heute allein $10 ausgegeben. Ab morgen muss gehaushaltet werden. Aber ich glaube das geht nicht. Ich muss mir noch ein Handyvertrag, ein Bankkonto, Unterwäsche und zwei Adapter kaufen. Aber das werde ich glaube ich alles mit meiner tollen Visakarte zahlen.
Naja auf jeden Fall sind wir nach der Besprechung in die Innenstadt gefahren und haben dort unsere Tagesaufgabe bekommen. Wir wurden in kleine Gruppen aufgeteilt, bei uns zu fünft. Wir haben irgendeinen nutzlosen Gegenstand bekommen und sollten ihn auf einer festgelegten Route durch Philly gegen etwas anderes eintauschen und immer weiter tauschen. Wir haben Southcity bekommen. Also sind wir mit der etwas runtergekommenen und gruseligen U-Bahn runtergefahren und dort rumgelaufen. Zuerst haben wir Anthony getroffen, der hat uns erstmal ewig zugequatscht und uns für unseren Nippes ein Armband gegeben. Darüber hinaus hat er uns zu Pags geschickt. Das ist ein Fastfood Restaurant. Dort gibt es die besten Cheesestaeks in ganz Philly. Cheesesteak ist ein Steak, das klein geschnippelt wird in ein Brot getan und Cheesesauce drüber. Es ist wirklich super lecker aber leider hat es $10 gekostet. Das lustige an Pags ist, das genau gegenüber ein exakt gleiches Restaurant ist (den Namen habe ich vergessen) und die beide sind sich Spinnefeind.
Nach dem wir sehr füllend gegessen hatten sind wir weiter zu einem Brunnen gelaufen und dort direkt in den Stand der Dutch. Die Dutch sind Amish, die immer wieder nach Philly fahren und dort ihr Gemüse verkaufen. Alles Bio und ungespritzt. Dort haben wir Sheila getroffen, die zwar nichts zum tauschen hatte aber sich mit uns unterhalten hat. Sie war ebenfalls nach der Schule im Ausland und zwar in Israel und in Europa und in Indien. Eine sehr Dame. In einem naheliegenden Blumenladen haben wir das Armband, dann gegen ein komisches Dinggetauscht, das extrem schwer weiter zu tauschen. Aber nach viel zurück gelegten Weg und viel Gerede haben wir das Teil gegen ein Zollstock eingetauscht. Diesen bekamen wir leider nicht mehr los.
Während des vielen Gelaufes haben wir einiges von Philly gesehen und ich kann sagen. Ich liebe diese Stadt. Sie ist in vielen Gegenden unglaublich schön. Die Menschen sind total nett und sympathisch und es gibt so unglaublich viel zu entdecken. Dieses Jahr wird absolut wunderbar. Mehr zur Stadt will ich aber erst schrieben, wenn die anfängliche Euphorie etwas abgeklungen ist und ich die ganzen Eindrücke etwas mehr verarbeitet habe.
Als wir dann wieder im Hostel waren, habe ich mit noch ein paar Leuten gekocht. Es tut gut endlich mal wieder zu kochen. Außerdem wurde mir vorhin gesagt, dass ich unser Hostweekend (also das kommende Wochenende, welches wir in einer Gastfamilie verbringen werden) vermutlich bei meinem zukünftigen Vermieter haben werde und dann schon einziehen kann. Ach das Leben ist so schön hier.
So ich geh jetzt mal schlafen und morgen früh wird ich mal ein bisschen skypen mit meiner Mama.
Gute Nacht und träumt was Schönes,

Zeno

Dienstag, 11. September 2012

Müdigkeit, Endorphine und ein Schulbus

ICH BIN DA!!!!!

Ich bin tatsächlich angekommen. Alles hat so perfekt geklappt es ist der Wahnsinn. Allgemein hat in dem dreiviertel Jahr Vorberitung so ziemlich alles perfekt geklappt. Angefangen damit, dass ich mein Wunschprojekt bekam, über den Verkauf der alten Viola und den Job bei Telefunken bis jetzt zum Flug.

Gestern Abend habe ich die ganze Nacht durchgemacht. Es war die Abschlussparty des Seminars und alle (außer mir und noch einer Hand voll Leute) haben getrunken wie ein Loch. Es war gegen zwei Uhr morgens ganz nett die Besoffenen beim ins Bett torkeln zu beobachten. Um fünf Uhr morgens dann bekamen wir unsere Pässe und Flugunterlagen und wurde mit dem Bus nach Tegel gefahren. Da gings los. Warten udn einchecken. Mein Puls lag bei 300. Ich war furchtbar aufgeregt, ob mein Augenstern mit in den Flieger kann. Es war gar kein Problem, die Beamten am Schalter haben gar keine Notiz von ihr genommen. Das war einer der schönsten Erlebnisse in meinem Leben. Von einem Glücksgefühl beflügelt bin ich in den ersten Flieger nach Düsseldorf ein gestiegen und habe tief und fest geschlafen. In Düsseldorf war dann Umsteigen angesagt. Ebenfalls ganz unproblematisch und nach einer gefühlten ewigen Wartezeit saßen wir im Flieger nach Newark. Dieser Flug war super luxuriös. Wir haben Decken und Kissen bekommen. Haben gratis Trinken gekriegt und es gab genug Bordfilme um drei Mal um den Globus zu fliegen. Dazu gab es Bordessen. Gulasch. Leider, leider habe ich das etwas eiegnwillige Gulasch nicht so besonders Vertragen und mir wurde sehr übel. Die Turbulenzen haben ihren Teil dazu beigetragen. Gegen 14.40 Ortszeit landeten wir dann.

Aussteigen und dich der Bürokratie stellen war dann das nächste. Alles hat superst geklappt. Alle haben ein Ein-Jahres-Visum bekommen und weil ich das Gastgeschenk im Formular nicht angegeben hatte mussten auch meien Koffer nicht durchleuchtet werden. Draußen erwartete uns Mark (mein Supervisor und der Landesbeauftragte von ASF für die USA) uns schon, mit einer großartigen Nachricht. Anstatt mit dem Bus rum zugurken wurden wir von einem amerikanischen Schulbus vom Flughafen nach Philly gebracht. Ein tolles Erlebniss. Mit dem Shculbus über eine 8-spurige Autobahn zu fliegen. Das Hostel selber ist einerseits mega toll andererseits furchtbar. Wir sind zu neunt auf dem Zimmer und haben ein äußerst kaltes Bad. Gleichzeitig sind die Gesellschaftsräume unglaublich shcön und äußerst luxuriös (für Jugendherbergen Verhältnisse). Ich werd die Tage mal ein paar Bilder hochladen.

Ich entschwinde jetzt mal duschen und so. Viele liebe Grüße AUS DEN USA!!!!

Zeno

Montag, 10. September 2012

International Airport

So in acht stunden ist es so weit. Dann bin ich endlich auf dem Weg in die Staaten. Wir hatten jetzt gerade eine kleine Abschluss Veranstaltung und jetzt gerade steigt eine rießige Party in der Kapelle. Ich bin zwar nicht direkt in Feierleuna aber ich denke ich werde mich zu den anderen gesellen und vieleicht ein bisschen quatschen oder etwas in der Richtung. 

Ich gehe mal stark davon aus, dass ich in dem Youth Hostel, in dem das Länderseminar stattfindet W-lan habe aber ich weiß es nicht genau. Sobald ich Zeit habe berichte ich mal , was in den Staaten so abgeht.

Viele liebe Grüße und wünscht mir Glück morgen beim Fliegen,

Zeno

Sonntag, 9. September 2012

Glauben



 Heute am vorletzten Seminartag sind alle Freiwillige, in Gruppen von Vieren, in Entsendungsgottesdienste in Berlin geschickt worden. Ich bin kein gläubiger Mensch und deswegen stand ich dem etwas skeptisch gegenüber. Aber eigentlich war es wirklich schön. Der Pfarrer war sehr freundlich und locker. Es wurde viel gesungen, es gab einen Bläserchor und der Organist war phantastisch. Die Kirche war wunderschön. Ein moderner schmuckloser aber durch seine Gradlinigkeit und Größe wirklich schöner Bau. Die Gemeinde war im Schnitt über 65 und bestand aus maximal 30 Leuten.
Gestern Abend hat Eva (eine sehr nette Freiwillige, die nach Frankreich gehen wird) etwas gesagt, dass mich sehr berührt hat. „Wer nicht glaubt, glaubt an die Musik“. Ein Zitat mit dem ich mich sehr gut identifizieren kann. Zu Beginn der Kursstufe haben wir Gregorianik durchgenommen und in unserer ersten Stunde zu diesem Thema sind wir in die Kirche in Weinsberg gegangen. Dort hat unsere Lehrerin zu uns gesagt „Stellt euch vor, ihr lebt vor siebenhundert Jahren. Es gibt weder Instrumente noch Notation. Ihr geht jeden Sonntag in die Kirche und dort singen euch die Mönche etwas vor. Mehrstimmig“. Daraufhin hat sie uns Musik vorgespielt (irgendeinen gregorianischen Gesang). Es war einfach unfassbar schön. Es hatte etwas unglaublich schönes und zartes an sich. Die Musik war wahrhaft göttlich. Wie gesagt ich glaube nicht an Gott aber in diesem Moment habe ich etwas wahrhaft Göttliches erlebt. Das war das erste Mal, dass es mir so ging. Seit dem habe ich öfters solche Momente. Das letzte Mal im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie. Dieses Zitat fasst dieses Gefühl, so finde ich, wirklich gut zusammen.
Abgesehen von diesen Erlebnissen habe ich heute auch noch eine Stadtführung in Neu Köln gehabt, mit einer Stadtteil Mutter. Das sind Frauen mit Migrationshintergrund die sich in ihrem Stadtteil als Beraterinnen für Familien engagieren. Sie helfen Familien mit Migrationshintergrund, die häufig kein Deutsch sprechen. Es war wirklich interessant, da sie Neu Köln gezeigt hat wie sie es erlebt hat und auch nette Geschichten zu erzählen wusste über ihren Kiez.
Jetzt werde ich vermutlich die anderen Freiwilligen aufsuchen und noch ein bisschen quatschen.
Schöne Nacht euch allen und träumt was Schönes,

Zeno