Mittwoch, 6. März 2013

Trader Joes



Gestern war ich richtig produktiv. Ich habe morgens zwar später angefangen, da einer meiner Klienten mit mir einen neuen Termin gemacht hat und es sich nicht gelohnt hätte davor nochmal ins Office zu gehen aber trotzdem habe ich sehr viel hinbekommen. Angefangen, damit, dass ich meinem Klienten ganz begeistert von New Orleans erzählt habe und er sich darüber unglaublich gefreut hat. Als nächstes habe ich im Office viele Kleinigkeiten und auch einige etwas größere Dinge erledigen können.

Anschließend hat mich David abgeholt um mit mir einkaufen zu fahren. Wir waren bei Trader Joes. Das ist eine relativ neue, hippe Supermarktkette, die hauptsächlich in Großstädten ist und sich sehr stark an junge Singlehaushalte richtet. Die Portionen sind kleiner, es gibt kaum Markenprodukte, viel Bio und auch viel ausländisches Essen. Ich muss sagen, dass es mir nicht gefallen hat. Es war gestopft voll und ich fand den Laden komisch sortiert, dazu kam, dass dasGemüse ziemlich mittelmäßig war alles dafür aber teurer ist. Whole Foods gefällt mir besser, ist zwar teuer aber kleine Luxussachen kann man sich dort gönnen und vor allem hat das Essen eine wirklich super Qualität.

Naja nach dem Einkaufen habe ich zu Hause dann ganz fleißig an dem Stück für den 7. April gebastelt und habe es sogar geschafft es am Stück durch zu spielen, zwar nicht gut aber das ist ein gutes Zeichen. Zufrieden und etwas mitgenommen habe ich mich dann noch in die Küche gestellt und Bolognese gekocht udn dabei schön Musik gehört. Nach mehr als einer Woche des Nicht-Kochens, hat es wirklich gut getan wieder etwas schönes zu zaubern.

Alles in allem war es ein schöner Tag. Jetzt heißt es weiter arbeiten.
Bis dann,

Zeno

Montag, 4. März 2013

Hurry up!



Heute musste ich mich den ganzen Tag beeilen, da er bis zur letzten Sekunde gestopft war. Aber es hat sich gut angefühlt nach 10 Tagen vor sich hin trödeln mal wieder auf Tempo zu arbeiten und an mehrere Dinge denken zu müssen. Ich habe mir in New Orleans einen praktischen kleinen Notizblock gekauft, den man in die Tasche stecken kann. Mal sehen ob er sich auch auf Dauer bewährt.

Meine Klienten waren heute alle mal wieder sehr süß und es war schön sie wieder zu sehen und mal wieder von ihnen zu hören (sie erzählen zwar jede Woche das Selbe aber das hat irgendwie etwas Angenehmes). Später habe ich dann nochmal in dem Nudelladen gegessen. Dieses Mal eine Entensuppe. Sie war sehr lecker aber echt chinesisch, was bedeutet, dass einfach grobe Stücke aus dem ganzen Huhn (mitsamt Knochen und Knorpel) rausgeschnitten wurden und dann in die Suppe getan.

Nach dem Lunch bin ich dann kurz ins Office und habe dort mit Katharina kurzgeschlossen wegen den Flyern für die Events im April und bin dann etwas früher nach Hause. Dort habe ich das Stück für das Event in Philadelphia geübt. So langsam wird aus der Katastrophe die es war ein zumutbares Etwas und ich denke bis zum Event wird es hoffentlich ganz gut sein.

Abends dann wurde ich abgeholt und bin ins Orchester gegangen. Wir habe heute das Dvorak Cello Konzert mitsamt Solisten geübt. Ach ein Traum. Es war richtig toll und vor allem eine sehr intensive Probe. Ich liebe es. Es gibt mir das Gefühl an etwas mitzuwirken und wenn ich dann nach der Probe ein Gefühl für das Stück entwickelt habe, könnte ich vor Stolz platzen.

So aber jetzt muss wirklich ins Bett. Gute Nacht euch allen,

Zeno

Sonntag, 3. März 2013

Welcome Home



Eigentlich war mein Tag sehr schön. Ich bin bequem angekommen. Habe Wäsche gewaschen, ein bisschen Eis gegessen und mein Koffer ausgepackt und geduscht. Als dann alles so weit fertig war bin ich nach South Philly marschiert und habe mich dort mit Iris getroffen. Wir haben usn Magic Gardens angeschaut.

Das ist im Prinzip ein Atelier, das ein Künstler eröffnet hat nachdem er jahrelang in Peru gelebt hat. Er fand dann, dass die Kunst die er aus Peru mitgebracht hat hier gar nicht zur Geltung kommt und hat begonnen das Haus zu bearbeiten. Er hat Mosaike an den Wänden angelegt und nach und nach (alleine über 14 Jahre hinweg) das ganze Haus mit Mosaiken bedeckt. Aus seinem persönlichen kleinen Projekt wurde dann ein Nachbarschaftsprojekt das der South Street zu ihrem heutigen Ruf als Künstlermeile verholfen hat. Das Gebäude funktioniert noch immer noch als Atelier aber gleichzeitig auch als Kunstwerk selber. Ich und Iris haben uns das angesehen und zufälliger Weise war der Künstler gerade im Haus und hat oben eine Frage und Antwort Runde gegeben. Wir haben uns reingesetzt und zu gehört. Er war ein sehr ruhiger, netter, alter Mann der viele kleine Anekdoten zu erzählen hatte und ganz abseits vom Egomanie oder Egozentrik seine kreative Ader entdeckt hat und jetzt einfach Spaß daran hat. Sehr angenehm.

Als er dann fertig mit reden war, sind Iris und ich noch nach Chinatown gegangen und haben dort Nudelsuppe gegessen in einem Laden den Iris sehr gern mag. Ich kann jetzt verstehen warum. Sie machen die Nudeln selber und sie sind göttlich dazu eine leckere Brühe mit etwas Fleisch oder bei mir Fisch und das alles für knapp $7. Ich war gestopft voll und sehr glücklich.

Als ich mich dann verabschiedet hatte und zu Hause war, hat mich David gefragt ob ich mitkommen will zu einer Broadwayshow die gerade in Philly ist. Sie heiße Presilla, Queen oft the dessert. Natürlich habe ich ja gesagt. Es war ein Musical nach einem Film. Der Film ist sehr gut. Es geht um einen Transvestiten in Australien, der einen Sohn hat. Die Mutter beschließt, dass e an der Zeit für den Sohn ist seinen Vater kennen zu lernen und überredet ihn zu ihnen ins Casino zu kommen um dort ein paar Shows aufzuführen.  Also fahren er und zwei weitere Damen/Herren in den Outback mit einem Bus namens Presilla. Der Film ist wirklich gut, das Musical nicht. Aber anscheinend war ich der einzige der dieser Meinung war. Der Rest der Menschen war begeistert.
Ich fand, dass sie die Geschichte auf eine Travestie Show zusammengekürzt haben. Da ich so wie so kein großer Fan davon bin und die Damen/Herren finde ich auch keine besonders gute gesangliche Leistung erbracht haben, war ich ziemlich enttäuscht. Der Großteil der Menschen war aber von den schrillen Kostümen, den sehr maskulinen Männern in Kleidern ziemlich begeistert. Ich weiß nicht was sie daran fanden. Aber ich bin nun mal anders als ein Großteil der Menschen.

Trotzallem fand ich es schön von David eingeladen worden zu sein und alle sin allem war es ein sehr schöner letzter Urlaubstag. Morgen geht die Arbeit los und ich freue mich darauf.

Gute Nacht,

Zeno

Back Home

Nach einer weiteren 28h Fahrt sitze ich jetzt ziemlich müde aber glücklich in meinem Zimmer. Dieses Mal habe ich den Großteil der Fahrt mit Schlafen zu gebracht. Leider nicht so viel nachts da es im Zug ziemlich kalt war. Dieses Mal habe ich mir das Abteil mit einer Highschoolklasse aus Alabama geteilt die einen Ausflug nach New York macht.

Alles in allem kann ich sagen, dass ich einen wirklich wunderbaren Urlaub hatte. Ich habe ganz viel Musik gehört, sehr viel sehr gutes Essen gegessen, habe auf der Straße mit einer Fremden getanzt und habe den Süden der USA ein bisschen entdeckt. Ich habe all das gefunden was ich gesucht habe und noch viel mehr. Das Wetter ist unglaublich toll und allein das hellt das Gemüht doch schon sehr auf.

Morgen geht dann der Alltag im kalten Philly wieder los aber das ist auch schön. Ich werde meine Klienten besuchen etwas im Office arbeiten und Abends im Orchester spielen. Hat alles auch seine Reize.

Bis dann,

Zeno

Freitag, 1. März 2013

Beauty



Heute war mein letzter Tag in New Orleans. Meinem persönlichen kleinen Himmel. Ich habe ihn genutzt um all das, was mir wirklich extrem gut gefallen hat nochmal zu machen. Angefangen habe ich damit nach French Quarter zu laufen, ganz gemütlich und dabei den Duft der Blüten einsaugen. In French Quarter angekommen wurde dann zu aller erst ein Kaffee im Cafe du Mont getrunken (das besondere an dem ist, dass er Mit Chicoree dem Ersatzkaffee versetzt ist, was wirklich sehr gut schmeckt). Anschließend habe ich einer unglaublich tollen Blues Sängerin für eine Stunde zu gehört.

Als ich dann etwas Tatendrang verspürte bin ich in das Voodoo Museum, da ich mir dachte, dass es so was bestimmt nur in New Orleans gibt und da es klein und recht günstig war. Es war tatsächlich sehr interessant. Voodoo ist eine sehr spannende Mischung aus afrikanischen Bräuchen und christlichem Glauben gemischt mit etwas Kräuterheilkunde. Das Museum selbst war ein Haus mit drei Zimmern, die einfach bis zur Decke mit Zeug vollgestopft wurden und an fast jedem Teil hängte ein schwer lesbarer Zettel der erklärt welchen Zauber man gerade begutachtet. Teilweise waren die Sachen etwas unappetitlich und teilweise hatten sie etwas Skurriles. So gab es ein sehr interessantes Geist-Zombie-Monster-Vampir, das eine Mischung aus Hase, Alligator und Mensch ist. Ein sehr gefährlicher Geist der Nachts durch die Sümpfe streift auf der Suche nach Passanten, denen er das Blut aussaugen kann. Er hat schreckliche Angst vor Fröschen und wenn man ihn mit Salz bestreut dann verpufft er in einer Flammenwolke aber man darf ihm nie in die Augen blicken sonst gehört ihm deine Seele.

Irgendwann war ich dann hungrig und habe mir auf der Frenchman Street ein echt kreolisches Essen gegönnt. Relativ teuer aber sehr, sehr gut. Es war Catfish mit Greens and Creol Shrimps over Rice. Als ich dann genüsslich zu Ende gespeist hatte, beschloss ich mir auch einen Nachtisch zu gönnen. Dafür bin ich mit der Fähre nach Algiers Point gefahren und habe mir dort in dem tollen Cafe ein Mandelcroissant und ein Cafe aux Lait geholt. Ebenfalls sehr lecker. Als ich dann gestopft voll und glücklich war, bin ich zurück nach French Quarter und habe wieder Musik gehört.

Das Wetter war unglaublich toll. Der Wind wehte und die Sonne schien. Es war relativ angenehm. Ich habe hauptsächlich Cajun Musik gehört. Bei der ersten Band bin ich eine Stunde geblieben und eine ältere Frau, fand mich mit meiner Blume so toll und dass ich mich einfach auf die Straße setzte und zu höre, dass sie mir eine Beats (das sind die Plastikketten die an Mardi Gras überall verteilt werden) geschenkt hat. Sie hat mir gesagt, dass der letzte für den Mardi Gras Crush (den oder die jenige an den man sich in Mardi Gras verguckt hat) aufgehoben wird. Rot wie eine Tomate habe ich dankend die Kette entgegengenommen und trage sie jetzt ganz stolz.
Als die Band aufhörte zu spielen bin ich die Straße einfach weiter gegangen und fand dort die nächste Cajun Band, die ebenfalls ausnehmen gut waren. Nach dem ich zehn Minuten zu hörte hat mich das Mädchen neben mir gefragt ob ich mit ihr tanzen will. Da die Musik toll war und ich vermutlich so schnell nicht nach New Orleans zurück komme habe ich ja gesagt und es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht.
Nachdem ich mich dann genügend blamiert hatte und die Band Schluss machte bin ich dann Weiter gezogen und habe eine E-Geigerin und eine Gitarristin gefunden. Die Geigerin war ganz klar Musikstudentin. Die Intonation war sehr sauber, die Bogentecknick sehr ausgefeilt und sie hat klassische Motive verwendet. Die beiden waren unglaublich.

Nach all der Musik bin ich dann noch zum Store gelaufen und habe etwas kreolischen Senf, Cafe du Mont Kaffee und ein paar Kleinigkeiten für die Fahrt morgen gekauft. Jetzt werde ich noch von meinem Host bekocht und dann muss ich schlafe um morgen früh auch fit zu sein.

Ach das war ein wirklich wunderbarer Urlaub. Gute Nacht,

Zeno