Sonntag, 10. März 2013

Von Bussen die nicht kommen



Heute habe ich richtig ausgeschlafen. Eigentlich wollte ich in einen Quaker Worship gehen aber als mein Wecker geklingelt hat war ich so unglaublich müde, dass ich einfach weitergeschlafen habe. Das hat so unglaublich gut getan. Als ich dann gegen zwölf gemütlich aus dem Bett gestiegen bin und nachdem ich mich gewaschen hatte habe ich dann mit meiner Mama geskyped.

Als wir beide uns dann ausgequatscht hatten, bin ich meinen häuslichen Pflichten nachgekommen und habe die Küche geputzt. Da ich aber dabei sehr, sehr laut Musik gehört habe, war das jetzt nicht so schlimm. Als ich dann fertig war, habe ich noch schön geübt und wollte dann nach Camden, um Toya und Yvonne zu interviewen.

Nachdem ich aber 1,5h an der Bushaltestell auf den Bus gewartet habe, der aus irgendeinem Grund nicht kam, bin ich einfach nach Hause und habe ihnen eine SMS geschrieben. Ich kam mir etwas gemein vor aber meine Lust ist irgendwann verpufft und ich wollte nicht erst spät abends nach Hause kommen.

Statt den Abend bei den Mädchen zu verbringen habe ich ihn dann im Curtis zugebracht. Es war wieder ein Graduation Recital. Dieses Mal ein Pianist. Die erste Hälfte fand ich nicht so prickelnd, was aber an den Stücken lag, er war brillant aber die zweite hat mich umgehauen. Er hat „Bilder einer Ausstellung“ von Mussorgsky gespielt und Debussy. Beides toll. Also wieder ein gelungener Abend.

So ich husche jetzt ins Bett. Gute Nacht,

Zeno

Reunion



Heute schriebe ich etwas verspätet aber besser spät als nie.

Gestern hatte ich einen recht schönen Tag. Begonnen hat er mit einem kurzen Spaziergang zu Whole foods und zurück. Das Wetter war und ist wunderbar. Sehr sonnig etwas wärmer, wenn auch nicht so warm wie in New Orleans, und überall sind Menschen auf der Straße.

Im Whole Foods habe ich Brot und Risottoreis gekauft, für meinen Brunch mit Toya und Yvonne. Ich habe Antipasti, Risotto mit Fisch und eine Tarte aux Chocolat gemacht, um Yvonnes Geburtstag nach zu feiern und um einen schönen Nachmittag mit den Mädchen zu haben. Als ich dann fertig vorbereitet hatte, habe ich schön mein Buch aus New Orleans gelesen, Musik gehört und etwas geübt.

Als die Mädchen dann da waren wurde viel von New Orleans erzählt, die beiden hatten viel zu berichten und dann ging es los in Richtung Downtown. Zuerst waren wir bei einem Second Hand Store und die beiden haben etwas gestöbert, ich nicht da ich ja eigentlich nichts brauche. Dann ging es weiter zum Curtis. Wir haben ganz tolles Konzert gehört. Gegangen bin ich wegen einem Violinstück, dass ich abgöttisch liebe besonders gefallen hat mir ein Marimbastück, das super modern war. Ich glaube die Mädchen fanden es nicht so berauschend. Bei diesem Konzert hat eine ältere Dame die mitten drin vom Stuhl gefallen ist für etwas Aufregung gesorgt. Die gute hatte einen kleine Kreislaufkollaps aber nichts Schlimmes. Als sie sich hingelegt hat und sie von dem anwesenden Arzt betreut wurde ging es ihr schon sehr schnell sehr viel besser. Sie wurde trotzdem kurz von dem Notfalldienst mit in den Krankenwagen genommen um dort durchgecheckt zu werden. Alles okay.

Nach dem Konzert dann sind Toya, Yvonne, ich und ein Freund von Toya dann noch ausgegenagen. Die drei haben getanzt und ich saß in der Ecke. Ich weiß nicht ich fühle mich bei sowas einfach nur deplatziert. Die Musik ist mir viel zu laut und alles andere als mein Geschmack und die ganze Stimmung missfällt mir. In New Orleans in den Bars war es da genaue Gegenteil. Die Musik war unbeschreiblich gut und steht angenehm laut. Die Mischung aus Entspanntheit und sich treiben lassen hat mir das Gefühl gegeben, dass ich willkommen bin und die Menschen haben einfach positiv auf mich reagiert, vor allem weil ich einfach da saß und nur zuhören wollte.

Nun ja jedem das seine. Ich muss jetzt mal wieder üben gehen.

Bis dann,

Zeno

Samstag, 9. März 2013

Schirtt für Schritt



Gestern war der Tag etwas busy. Ich habe zuerst neue Non-Profit Stamps für das Office gekauft. Es war nicht, das schlimmste Erlebnis das ich mit der US Post hatte aber es war auch nicht erheiternd. So hat die Kreditkarten Maschine erst nicht funktioniert und dann haben sie, die Karte des Office nicht genommen. Naja ich kriege das Geld ja zurück.

Im Office selber dann war recht viel zu tun, da sowohl Mark als auch Katharina da waren. Wenn die beiden da sind, habe ich immer konstant Arbeit, sehr angenehm. Ich habe an diverse Kleinigkeiten gebastelt und unserem Office 10.000 Seiten neues Papier besorgt, die leider zwei Stockwerke in unser Office getragen werden mussten, da der Lieferservice nur an die Haustür liefert. Nach diesem Workout hatten wir dann ein Staff Meeting. Wir haben besprochen was alles anliegt und was dringend unserer Aufmerksamkeit bedarf. Leider musste ich direkt nach dem Staff Meeting los, um rechtzeitig bei der Pianistin zum proben zu sein. Dadurch, dass ich aber die letzten fünf Minuten mit To Do Listen schreiben verbracht habe, hatte ich eher das Gefühl sofort zurück gehen zu müssen und weiter zu arbeiten.

Die Probe selber, war besser als ich gedacht habe. Ich hatte mit einer totalen Blamage meinerseits gerechnet aber es war nur eine kleine Blamage. Wie gedacht, ist der erste Teil des Stücks der schwerste, da das Klavier und die Viola zwei unabhängige Stimmen haben, die beide recht verrückte Rhythmen haben. Die Pianisten war aber sehr geduldig und hat mir sehr geholfen mich dem Stück zu nähern. Ich werde ab jetzt die Aufnahme rauf und runter hören um ein Gefühl zu bekommen und dann werde ich Intonation wie ein Blöder üben, da der Anfang leider in B-Moll steht. Aber ich bin zuversichtlich, dass das Stück was wird.

Abends dann bin ich mal wieder ins Curtis. Es stand ein Graduation Recital an. Eine Violin-Student hat sein bestes gegeben und er war unglaublich. Er war sehr aufgeregt, was ihn mit gleich noch viel sympathischer gemacht hat was aber nicht heißt, dass er nicht unglaublich virtuos war. Er hat einige total irre Stücke gespielt, die ich nicht kannte und zu Hause gleich googeln musste.

Wie ihr sehr war es ein sehr erfolgreicher Tag. Ich bereite jetzt ein Essen für Yvonne und Toya vor.

Bis dann,

Zeno

Freitag, 8. März 2013

Bookclub



Nach einer recht unruhigen Nacht habe ich gestern in einen relativ entspannten Arbeitstag gestartet. Es war nicht übermäßig viel los aber es gab diverse Sachen die geklärt werden wollen.

Nachdem alles dann erledigt war bin ich flott nach Hause und habe dort ein paar Sachen für Toyas und Yvonnes Besuch am Samstag vorbereitet und dann bin ich los zum Buchclub. Auf Couch Surfing hat eine Freundin von mir etwas gepostet, dass sie ein Buchclub organisieren will und da ich denke, dass etwas englische Lektüre mir gut tut und ich es auch ehrlich gesagt vermisse in der Schule über Bücher zu reden habe ich gleich gesagt, dass ich mitmache. Wir haben „der Fremde“ von Camut gelesen und diskutiert. Ein sehr gutes Buch, hat mir wirklich sehr gefallen. Die Diskusion selber hat etwas gedauert, bis sie angelaufen ist, war dann aber recht lebhaft. Aber um der Wahrheit gerecht zu werden, wir haben nur knapp ein Drittel der Zeit über das Buch geredet und den Rest eigentlich nur einfach so mit Quatschen verbracht was aber sehr schön war.

Nun ja. Ich muss jetzt schnell zur Post huschen um neue Non-Profit-Stamps für das Office zu kaufen.

Bis dann,

Zeno

Donnerstag, 7. März 2013

Zu Hause



Gestern kam der Blizzard von Westen. Er hat viel kalte Luft, starken Wind und eisigen Regen gebracht. Den Morgen verbrachte ich zum Glück im Office aber nachdem dort alles so weit geregelt war musste ich los zu meinen Klienten. Der Wind war unglaublich. Teilweise hatte ich das Gefühl gegen eine Wand zu laufen, so stark hat es gepustet. Es war aber nicht ganz schlecht, da ich Nachts fast nicht geschlafen hatte, aus irgendeinem Grund, und mich die frische klare Luft dann aufgeweckt hat.

Im Bus zu meiner Suburb Klientin habe ich dann schön Musik gehört und geschaut was denn im Curtis lief. Es sollte ein Holzbläser Konzert werden. Als ich dann im Bus zurück in die Stadt saß, komplett durchnässt, durchgefroren und auch etwas erkältet, habe ich beschlossen ein einziges Mal ein Curtis Konzert auszulassen.

Dafür habe ich mir einen wunderbaren Abend daheim gemacht. Zu erst habe ich genüsslich Pasta Bolognese gegessen und dabei Musik gehört, dann ging es weiter mit Bratsche üben und dann habe ich meinen aller liebsten Lieblingsfilm „YES“ gesehen. Für alle denen ich noch nicht ganz begeistert erzählt habe. „YES“ ist eine Art moderer Shakespeare, geschrieben von Sally Potter, einer Regisseurin aus Grossbrittanien. Der Film selbst handelt von der Liebe einer verheirateten Frau zu einem Koch, der Arzt in Beyrut war. Er ist komplett in Reimen geschrieben. Sie hat sehr viel Symbole und Metaphern reingepackt und damit genau meine Art von Film produziert, vor allem weil die Sprache so schön ist.

Naja kurzum, der Film ist toll. Besonders, wenn man noch lecker Schokolade und Eistee mit Mango dazu hat. Nach dem Film hat mich dann der Ehrgeiz gepackt und ich habe nochmal Bratsche geübt, da es aber spät war mit Hoteldämpfer, dass sich niemand beschweren kann. Ein ganz tolle Entscheidung von mir. Dank dem Dämpfer habe ich gehört, wie unsauber die Intonation eigentlich ist. Sofort habe ich mich daran gemacht, das Stück zu putzen (wie Irene sagen würde). Das werde ich abjetzt jeden Tag machen. Die Leute sollen sich ja nicht die Ohren zu halten weil es so schräg ist.

Nach all dem bin ich dann müde ins Bett gefallen. Jetzt geht es wieder ans arbeiten.

Bis dann,

Zeno