Montag, 23. Juli 2012

Aufbruchsstimmung

Langsam kommt das Gefühl von Aufbruch auf, vor allem, weil gestern mein Bett abgeholt wurde und ich mein Zimmer nun umgeräumt habe, zu einem wie ich finde sehr hübschen offenen Raum. Aber ich glaube ich fange mal von vorne an.

Nachdem ich jetzt alle meine Paten und mein Visum in der Tasche habe hielt sich der direkte Aufwand für mein USA-Jahr in Grenzen. Als weitere Vorbereitung habe ich mich allerdings um einen Ferienjob bei der wunderbarsten aller Firmen, Telefunken, gekümmert. Hier gab es gleich zwei Erfolge zu verbuchen. Einmal darf ich ganze zwei einhalb Monate dort arbeiten und das fast ausschließlich Nachtschicht (Mein Konto freut sich schon) und dann habe ich einige Schichten mit einer sehr guten Freundin und kann so nochmals Zeit mit ihr verbringen.

Parallel zu der Arbeit bei Telefunken wurde dann auch auf der Abientlassfeier mein Zeugniss und ein (etwas unverdienter) Chemie Preis entgegen genommen und auf den Abiball gegangen. Relativ bald darauf stand dann die Patenparty an. Einige meiner Paten, denen an dieser Stelle nochmal ganz herzlich gedankt sei, haben mich zu Hause besucht und haben sowohl einander als auch mein Projekt kennen gelernt. Direkt am Tag danach hat ein Teil des Kammerorchesters Neckarsulm in Sülzbach in der Kirche gespielt, als kleines Dnakeschön an die Gemeinde, die obwohl ich kein Mitglied bin eine Patenschaft für mich übernommen hat.

Jetzt zu guter letzt habe ich oder eher meine Mutter mein Bett verkauft und mein Zimmer umgeräumt. Nach und nach muss ich mich nun auch von meinen Freunden und Orchestern verabschieden. Ein Wehmutstropfen aber trotzdem freue ich mich unglaublich auf das kommende Jahr.

Euch allen einen schönen Abend,

Zeno

Montag, 11. Juni 2012

Ein weiterer Schritt Richtung USA

So

ich bin heute nach einer ziemlich abenteuerlichen Fahrt nach Hause gekommen. Ich war mit einem Freund in Urlaub und hatte eine wunderbare Zeit aber noch viel wichtiger, ich war im Konsulat und habe mein Visumsantrag weitergebracht.

Ein Großteil des Visumverfahrens wurde mir von ASF abgenommen. Ich musste nur den Antrag im Internet ausfüllen und abschicken. Wie sich herausstellt kann man auch für Internetanträge zu dumm sein. Zeno das Talent hat zu Beginn des Antrags das Konsulat in Frankfurt ausgewählt, obwohl ich unter allen Umständen das in Berlin angeben sollte. Das ist mir nach zwei stündiger Antrags-Ausfüll-Arbeit dann aufgefallen und wie es mit Online Anträgen so ist, war das zu ständige Konsulat das einzige was man im Nachhinein nicht mehr ändern kann. So durfte ich solch wunderbare Fragen, wie "Haben sie vor sich in den USA zu prostituieren" oder "Haben sie Erfahrung im Umgang mit atomaren, biologischen oder chemischen Waffen" am nächsten Tag gleich nochmal beantworten. Nun ja. Danach hat aber alles gestimmt.

Jetzt bzw. vor ein paar Tagen war ich dann bei einem Vorbereitungstreffen im ASF Büro in Berlin und bin dann am nächsten Tag ins Konsulat. Wider Erwarten musste ich keine vier Stunden rumstehen und mich mit unfreundlichen Beamten rumschlagen sonden wurde freundlich behandelt und war nach ca. einer halben Stunde schon wieder aus dem Konsulat raus.

Nun ist es offiziell. Zeno Fickenscher wird in die USA reisen.

Ach das Leben ist so wunderbar. Schöne Zeit euch allen!!!

Donnerstag, 10. Mai 2012

Aller Anfang ist schwer...

Also, mein erster Post:

Bis ich in die USA fliege dauert es noch ein Weilchen, vier Monate um genau zu sein, aber ich berichte jetzt mal über meine Vorbereitungen.

Vor Beginn des Freiwilligendienstes musste ich 15 Paten finden, die ASF mit min. 12 € pro Monat für ein Jahr unterstützen. Eine Herausforderung wie sich zeigte.
Nachdem ich ca einen Monat lang allen Bekannten, Verwandten und ortsansässigen Prominenten, von meinen Voraben erzählt habe und gefühlte zehntausend Briefe verschickt habe, hab ich es geschafft. Alle Paten sind beisammen. In den nächsten zwei Wochen müssen nur noch Formalitäten erledigt werden und dann bin ich meinem Freiwilligendienst einen weiteren Schritt näher.

Neben den Paten war es auch Teil meines Freiwilligendienstes ein Sozialpraktikum zu absolvieren. Zwei Wochen lang habe ich in einem Altersheim und dem angegliederten betreuten Wohnen gearbeitet. Dort habe ich das erste Mal Kontakt mit dementen älteren Menschen gehabt. Eine heftige Erfahrung.

Nun, das wäre jetzt mein aktueller Stand. Jetzt wird erstmal die Schule zu Ende gebracht und noch ein bisschen die alte Welt erkundet.

Viele Liebe Grüße an euch alle aus meinem Zimmerchen

Zeno